Vita

Artist Statement: Eric Hubbes

I. Die Vision: Innere Landschaften

Meine künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von Traum, Erinnerung und psychischer Fragmentierung. In meinen Arbeiten schaffe ich Bildräume, in denen Figuren, Symbole und architektonische Elemente als Projektionsflächen innerer Zustände dienen. Mein Fokus liegt dabei auf dem Sichtbarmachen von mentalen Übergängen, Brüchen und Schwebezuständen, die die fließende Essenz der menschlichen Psyche einfangen.

II. Die Bildsprache: Ambivalenz und Ordnung

Die von mir entwickelten Bildwelten zeichnen sich durch eine bewusste Ambivalenz aus. Sie bewegen sich im Grenzbereich zwischen Figuration und Auflösung, zwischen dem Vertrauten und der Irritation. Wiederkehrende Motive – maskenhafte Gesichter, archetypische Figuren oder fragmentierte Körper – fungieren dabei als visuelle Marker eines inneren Ordnung Versuchs. Sie verweisen auf kollektive Bild Traditionen ebenso wie auf persönliche Erfahrung, ohne diese auf eine einzige Lesart festzuschreiben.

III. Die Methode: Schichtung und Prozess

Formal arbeite ich überwiegend mit Acryl, Aquarell und Mixed Media. Die Kombination dieser unterschiedlichen Techniken erlaubt es mir, die Bildflächen offen zu halten und den Entstehungsprozess lebendig zu gestalten. Schichtungen, Überlagerungen und bewusste Unschärfen sind integraler Bestandteil meiner Werke; sie spiegeln ein Verständnis von Identität wider, die ich als prozesshaft, vielschichtig und im steten Wandel begriffen verstehe.

IV. Der Kontext: Zeitgenössischer Surrealismus

Inhaltlich beziehe ich mich auf psychologische und kunsthistorische Kontexte, die ich in eine moderne Form übersetze. Surrealistische Strategien nutze ich dabei nicht als reines Stilzitat, sondern als methodisches Werkzeug, um das Unbewusste und das Nicht Sagbare in eine zeitgenössische Bildsprache zu überführen. Meine Arbeiten verstehen sich als Einladung: Sie sind offene Räume für die eigene Wahrnehmung, Assoziation und Projektion des Betrachters.